Keimbelastung in der Küche vermeiden

Keimbelastung in der Küche vermeiden

In diesen Zeiten spricht jeder von Bakterien, Viren und Keimen. Doch kaum jemand weiß, wo sich die meisten davon tummeln. Die meisten würden wahrscheinlich auf die Toilette tippen, doch das ist falsch. Die meisten Keime treiben sich in der Küche herum. Es handelt sich um ein paar Gegenstände in der Küche. Erraten Sie die richtige Reihenfolge?

  1. Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie einen Apfel auf einem Brettchen geschnitten haben und er auf einmal nach Zwiebeln geschmeckt hat?
    Erklärung: Schneidebrettchen aus Kunststoff oder Holz werden durch scharfe Küchenmesser „verletzt“, es bilden sich kleine Kanäle, in die Flüssigkeiten eindringen und verdunsten. Kommen sie in Kontakt mit feuchtne Gegenständen, geben sie gerne Geschmäcker und Keime ab.
    Tipp: Übergießen Sie Schneidebrettchen jedes Mal, nachdem Sie Fleisch oder Zwiebeln geschnitten haben, mit heißem Wasser, bei Holz gerne auch kochendem Wasser, um Keime zu töten.
  2. Das Kind hat Milch auf dem Fußboden verschüttet? Gleich mit dem Geschirrtuch aufwischen, dann schnell zusammenknüllen und auf dem Kochfeld trocknen lassen. Dank Geschirrspüler muss man nicht mehr selbst spülen, doch die Hände muss man sich trotzdem abtrocknen … ach ja, da liegt ja noch ein Handtuch auf dem Kochfeld …
    Erklärung: Wird ein Handtuch zum Trocknen nicht aufgehängt, sondern auf eine Fläche gelegt, vermehren sich die Keime dort rasch, ohne dass Sie dies riechen.
    Tipp: Hängen Sie Geschirrtücher zum Trocknen immer auf, z.B. an einem Haken oder am Backofengriff. Verwenden Sie Küchentücher mit verschiedenen Farben. Das weiße für Geschirr, das graue für die Hände, das blaue für Flächen. So schaffen Sie sich ein System und behalten den Überblick, welches Sie besser wegtun sollten.
  3. Der Tisch ist dreckig und muss abgewischt werden… da liegt zum Glück noch ein Schwamm in der Spüle. Ist ein wenig schmierig und riechen tut er auch nicht mehr so frisch, aber wenn man ihn unter heißem Wasser auswäscht und Spüli draufgibt, wird’s schon gehen …
    Erklärung: Der Schwamm nimmt geduldig alles auf, was Sie ihm vorsetzen: heißes Wasser, Spüli, verschütteten Kaffee, Wachsmalkreide, etc. Nur, wenn Sie einen Schwamm mit kochend heißem Wasser übergießen, können Sie die Keime reduzieren.
    Tipp: Verwenden Sie 2 Schwämme – einen für Flächen und einen für Geschirr.

Und, was denken Sie, welcher Gegenstand trägt am meisten Keime und Bakterien in sich? Es ist der Spülschwamm oder das Spültuch. Wenn ein Schwamm komisch riecht oder die schwarze Unterseite abgenutzt ist, sollte er entsorgt werden. Wenn ein Spültuch müffeln und / oder sich schmierig anfühlen sollte, darf es in die Kochwäsche gegeben werden oder durch ein neues ersetzt werden.

Ein Tipp zur Küchenhygiene im Allgemeinen:
Bitte suchen Sie sich einen Tag in der Woche aus und wechseln alle Textilien, die Sie in der Küche finden, aus. Gerne können Sie bei dieser Gelegenheit alle Oberflächen einmal gründlich reinigen, auch mal das Kochfeld mit der Spezialpaste bearbeiten und die Spüle mal ordentlich durchschrubben. So reduzieren Sie die Keimbelastung spürbar!